Entenmast

Ein Besuch in einer "ganz normalen" Entenmast...

Eine Entenmastanlage irgendwo in Deutschland. Abertausende Tiere werden in einem Stall eingepfercht - fernab vom Wasser und einer Bademöglichkeit - fernab vom Grünland .....zum Verzehr für die Verbraucher....gemästet. Das ist der einzige Ort, den sie in ihrem kurzen Leben kennen lernen werden.

Die Zusammensetzung der Hallenluft ist beängstigend - Ammoniak, Schwefeldioxid, Fäulnisgeruch von Kadavern und Federstaub. Messungen der Hallenluft ergeben oftmals eine Überschreitung der zumutbaren Werte des Reizgasgehaltes. Während der Mastperiode, die 6 - 7 Wochen andauert, wird die Einstreu nicht gewechselt - die Strohschicht ist vom eigentlichen Boden zeitweise einen halben Meter hoch, weil frische Einstreu auf die vorhandene Schicht Stroh aufgetragen wird.

Keime und Erreger in den modrigen Überresten der vorangegangenen Mastdurchgänge verbleiben in der Halle und können zu Erkrankungen bei den neu eingestallten Enten führen.

Oftmals unterbleibt das - vorgeschriebene Desinfizieren der Halle nach jedem Mastdurchgang - und so wird die Halle dann erst nach drei oder vier Mastdurchgängen geräumt und gereinigt. Keime und Erreger in den modrigen Überresten der vorangegangenen Mastdurchgänge verbleiben in der Halle und können zu Erkrankungen bei den neu eingestallten Enten führen.

Der hohe Anteil an Federstaub in der Hallenluft ermöglicht nur einen getrübten Blick. Fehlende Bademöglichkeiten ermöglichen den Enten nur Gefiederpflegeversuche. Eine ausgiebige Gefiederpflege ist nicht möglich, denn hierzu benötigen die Wasservögel - Wasser.

In der Halle herrscht ein Ohren betäubender Lärm. Das Schnattern der vielen Artgenossen übertönt alles. Ventilatoren, die für Abluft und Frischluft sorgen sollen, schnarren monoton und laut. Hinzu kommt ein relativ periodisches Zischen in den Rohren der Futteranlage, über die die Enten mit Turbo-Kraftfutter versorgt werde.

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Zitat: "Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, dann wären wir alle Vegetarier. Ich fühle mich besser und habe den Tieren gegenüber ein gutes Gewissen, weil ich weiß, dass ich nicht zu ihrem Leid beitrage." Sir Paul McCartney

Die Enten werden in riesigen Herden in erdrückender Enge gehalten. So werden etwa sieben Pekingenten pro qm vom Mäster einkalkuliert.

Bei den Moschusenten sind es sogar dreizehn weibliche oder sieben männliche Tiere pro qm. Dadurch kommt es zu Verhaltensstörungen wie Federrupfen und Kannibalismus. Um Moschusenten dennoch so eng halten zu können, werden ihnen ohne Betäubung die Oberschnäbel und Krallen abgeschnitten. Das ist sehr schmerzhaft, da Krallen und Schnäbel mit Nerven durchzogen sind.

Als "durchschnittlich" gelten bei der Entenhaltung mit 90 Tagen Mastdauer Verlustraten von bis zu acht Prozent.

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