Eier-Deklarierung

Jedes Ei muss gekennzeichnet werden!

  • Worauf Sie beim Kauf der Eier achten sollten!

    Ab dem 1. Januar 2004 müssen die Eier endlich EU-weit gekennzeichnet sein. Jedes Ei benötigt nun den Erzeugercode! An diesem Code wird die Haltungsform und die Herkunft des Eies festgestellt. Hier ist besonders die erste Ziffer wichtig:

    Ziffer "3" steht für Legebatterien - Herkömmliche Käfige
    und für immense Quälerei. Wenn Sie meinen Bericht über die Massentierhaltung gelesen haben, werden Sie mich verstehen.
    Diese Eier sollten Sie auf keinen Fall kaufen!

  • Ziffer "3" steht für Legebatterien - "Ausgestaltete" oder "Möblierte" Käfige

    "Ausgetaltet" oder "Möbliert" bedeutet, dass in den winzigen Käfigen der Legehennen ein Gemeinschaftsnest, ein Sandbad und Sitzstangen vorhanden sind. Ansonsten unterscheiden sich die Haltungsbedingungen nicht von der herkömmlichen Käfighaltung. Fallen Sie bitte nicht auf die Bezeichnungen Bauerneier, Landeier oder Eier direkt vom Erzeuger rein. Sie verschleiern nur das schreckliche Leiden der Hennen.
    Diese Eier sollten Sie ebenfalls nicht kaufen!

  • Ziffer "2" steht für Bodenhaltung

    Häufig werden die Legehennen zu Zehntausenden in großen fensterlosen Hallen gehalten. Neun Hennen müssen sich einen Quadratmeter teilen. Tageslicht oder überdachte Scharräume (Wintergarten) sind bei dieser Haltung die Ausnahme.
    Diese Eier kann ich nicht zum Kauf empfehlen!

  • Ziffer "1" steht für Freilandhaltung

    Die Bedingungen im Stall sind ähnlich die der Bodenhaltung. Allerdings haben die Hennen tagsüber freien Auslauf. Jedem Huhn stehen hierfür 4 Quadratmeter zur Verfügung. Ihrem natürlichen Verhalten wie Scharren und Sandbaden können sie nachgehen. Leider gibt es aber auch hier schon riesige Betriebe mit mehreren Zehntausend Hennen.
    Kontrolle ist hier angezeigt!

  • Ziffer "0" steht für Ökologische Haltung

    Diese Form ist die tiergerechteste Haltung. Die Betriebe dürfen nicht mehr als 3000 Hennen halten. Im Stall leben 6 Hennen auf einen Quadratmeter. Sie haben ihren natürlichen Auslauf auf einer Fläche von vier Quadratmetern, ihren Scharraum, ihre Sitzstangen und ihre Legenester. Außerdem werden Sie nur mit Futter aus biologischem Anbau versorgt. Gentechnisch verändertes oder mit Arzneimittel angereichertes Futter ist verboten.
    Eier aus Ökologischer Haltung können Sie in der Regel kaufen. Aber auch hier, Kontrolle ist besser...

Zurückdrängung der Grundbedürf-nisse der Legehennen

Zu den Grundbedürfnissen von Hühnern zählen soziales Zusammenleben, Körper-pflege, Erkunden, Ausruhen, Fort-bewegung (Gehen, Hüpfen, Laufen Flattern, Fliegen) sowie diverse mit der Nahrungsbeschaffung- und -aufnahme verbundene Verhaltensweisen (wie Scharren, Picken, Zupfen, Zerren, Hacken und Bearbeiten von Nahrungsobjekten mit dem Schnabel).

Durch die Zucht wurden die Aus-prägungen einiger Verhaltensweisen bei Legehennen verändert, so sind Sexual- und Nahrungsaufnahmeverhalten deut-licher ausgeprägt als Bewegungsaktivi-täten und Warn- und Fluchtverhalten. Dennoch sind keine Verhaltensweisen ganz weggefallen oder neu hinzuge-kommen. Folglich werden angeborenen Verhaltensweisen der Legehennen in der intensiven Haltung stark beeinträchtigt.

In keinem der heutigen Haltungssysteme können die Grundbedürfnisse in all ihrer Bandbreite voll ausgelebt werden am meisten eingeschränkt sind die Tiere allerdings in Käfigen.

Quelle: Peta

Noch immer landen Käfigeier auch aus dem Ausland stammend in Supermarkt-produkten, Bäckereiwaren und den Speisen der Gastronomie. Diese Eier sind kostengünstiger und die Haltungsform der Hühner muss auf verarbeiteten Produkten nicht angegeben werden.

Die folgenden Bilder sind schwer anzusehen. Aber sie sind Alltag für Hennen in der Eierindustrie. PETA wurde Bildmaterial aus mehreren Anlagen in Polen und den Niederlanden zugespielt. Die Recherche der Lieferketten zeigt, dass die Eier aus diesen Betrieben vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln landen, die in Deutschland verkauft werden. Dazu gehören auch Nudeln der Marken Birkel und 3 Glocken und das sind sicher nicht alle.

Quelle: Peta

Quelle: Peta

Schlaf- und Ruheverhalten

Hühner sind in der Natur tagsüber aktiv und schlafen in der Dunkelheit. Im Kükenalter liegen sie dazu noch eng beieinander am Boden. Als erwachsene Hühner flattern sie in der Abend-dämmerung auf erhöhte Schlafplätze in Bäumen oder Büschen. Dieses Verhalten lernen sie als Jungtiere von ihrer Mutter. Masthühner sind hingegen aufgrund ihrer großen Muskelmassen kaum fähig, auf Sitzstangen zu ruhen oder schlafen. In Untersuchungen konnten nur leichtere Masthühner am Anfang der Mast Sitzstangen nutzen. Die schweren Masthühner bräuchten Rampen, um erhöhte Sitzmöglichkeiten überhaupt erreichen zu können.

Masthühner sind im Vergleich zu weniger überzüchteten Hühnern sehr inaktiv und liegen die längste Zeit des Tages auf dem Stallboden. Die Ruhephasen einzelner Masthühner sind allerdings nur sehr kurz. Da keinerlei Rückzugsorte (wie z. B. Sitzstangen) und Raumstrukturierungen vorhanden sind, fehlt eine Unterteilung der Stallflächen in Ruhe- und Aktivi-tätsbereiche. Aktive Tiere, die sich bewegen, flattern oder aufstehen, stören die am Boden ruhenden Masthühner.

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