Käfighaltung

Seit dem 1. Januar 2010 ist es in Deutschland verboten, die Hennen in konventionellen Käfigen (Legebatterien) zu halten. Erlaubt sind seitdem allein noch die ausgestalteten Käfige nach EU-Norm, die in Deutschland kaum verbreitet sind, sowie das hierzulande dominierende Nachfolgemodell der konventionellen Käfige, die sogenannten Kleingruppenkäfige (oft auch als Kleinvolièren bezeichnet). Für letztere wird ab 2025 ein vollständiges Verbot greifen (für genau definierte Ausnahmefälle 2028), neue Käfighaltungen werden bis dahin nicht mehr genehmigt.

Heute leben noch 8,31 % aller Legehennen in Käfighaltung. Der größte Anteil der Käfighennen wird in Betrieben mit mindestens 200.000 Hennen gehalten. Die Bedingungen in den Klein-gruppenkäfigen ähneln denen der konventionellen Käfighaltung stark: Während einem Huhn in der Legebatterie 550 qcm;

(= weniger als ein DIN A4 Blatt) Platz zur Verfügung standen, hat sich das Platzangebot pro Tier in der Kleingruppenhaltung unwesentlich auf 800 qm; (= ein DIN A4 Blatt plus fünf EC-Karten) pro Tier vergrößert. In den Kleingruppen-Käfigen leben Legehennen bei einer nutzbaren Stallgesamtgrundfläche von 2,5 qm; in Gruppen von bis zu 60 Hennen und nach wie vor in großer Enge. Anders als die alten Legebatteriekäfige, enthalten die in mindestens drei Etagen übereinander angeordneten neuen Käfige verschiedene Funktionsbereiche mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu, der Boden der Käfige ist aber weiterhin überwiegend perforiert. Den Tieren bleiben viele Grundbedürfnisse weitgehend unerfüllt, da die Angebote bei der herrschenden Enge nicht im Sinne eines artgerechten Verhaltens genutzt werden können.

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Zurückdrängung der Grundbedürfnisse der Masthühner

Zu den Grundbedürfnissen von Hühnern zählen Erkunden, Fortbewegung wie Laufen, Springen oder Fliegen, Ausruhen, Sozialleben und Körperpflege. Dazu kommen diverse mit der Nahrungs-beschaffung und -aufnahme verbundene Verhaltensweisen wie Scharren, Picken, Zupfen, Zerren, Hacken und das Be-arbeiten von Nahrungsbestandteilen mit dem Schnabel. Das Ausleben dieser Bedürfnisse wird in der Hühnermast erheblich gestört oder ganz verhindert.

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