Lebendtiertransporte

Update: Groko lehnt Initiativen der Opposition zu Tiertransporten ab

Groko lehnt Initiativen der Opposition zu Tiertransporten ab - 26.09.2018 - Stefanie Awater-Esper

Der Agrarausschuss des Bundestages hat heute zwei verschiedene Anträge von der FDP und den Grünen zu Verschärfungen bei Tiertransporten abgelehnt. Eine eigene Initiative dazu verfolgt die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag derzeit nicht weiter. Das Bundeslandwirtschaftsministerium sei dazu im Gespräch mit den Ländern.

Die FDP und die Grünen haben heute zwei unterschiedliche Anträge zum Thema Tiertransporte im Agrarausschuss des Bundestages abstimmen lassen. Die Anträge zielten darauf ab, die Vorgaben für Lebendtiertransporte strenger zu fassen. Beide wurden mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt.

FDP und Grüne gingen in ihren Anträgen unterschiedlich weit. Die Bundesregierung solle Lebendtierexporte an Ziele außerhalb der EU, die nicht die europarechtlichen Mindeststandards zum Schutz der Tiere einhalten, durch geeignete Maßnahmen unterbinden, forderte etwa die FDP. "Bei den Lebendtiertransporten in Nicht-EU-Staaten muss zwischen Schlachttieren und Zuchttieren differenziert werden. Schlachttiertransporte in nicht Nicht-EU-Staaten sollten sofort unterbunden werden“, sagte der FDP-Abgeordnete Karlheinz Busen zur Begründung. Für Zuchttiertransporte forderte er strengere Kontrollen und Verbote im Einzelfall, etwa wenn die Außentemperaturen einen langen Transport nicht zulassen. Nach der Abstimmung zeigte er sich enttäuscht. „Die GroKo beweist auch beim Tierschutz: Sie ist nicht in der Lage, Politik zu gestalten sondern verwaltet bloß den Status quo“, sagte er.

Die Grünen gingen in ihrem Antrag weiter und forderten ein Moratorium für Lebendtiertransporte in außereuropäische Länder, solange die Einhaltung der dafür geltenden EU-Verordnung nicht gewährleistet sei. Außerdem forderten sie eine maximale Transportdauer bei inländischen Tiertransporten von vier Stunden und bei Transporten ins Ausland von acht Stunden. Auch der Grüne Agrarsprecher im Bundestag, Friedrich Ostendorff, kritisierte die Ablehnung des Vorstoßes seiner Fraktion durch die Koalition. "Es ist bedauerlich, dass Union und auch SPD weiter an den leidvollen Tiertransporten über viele Tausend Kilometer festhalten“, sagte er. Das Geschäft mit dem Export von zumeist trächtigen weiblichen Rindern in die Türkei, nach Russland oder gar bis nach Usbekistan boome. „Wir können uns leider nicht darauf verlassen, dass die Regeln der europäischen Transport-Verordnung eingehalten werden“, sagte er.

Als Begründung für die Ablehnung etwa von der CDU/CSU-Fraktion dient in diesem Fall nicht, dass sie eine eigene Initiative für einen Eingriff in die Bedingungen für den Tiertransport plant. Wenn überhaupt müsse dies auf EU-Ebene geregelt werden, heißt es. National und auf EU-Ebene seien die Transportvorschriften in Ordnung. Dort wo Verbesserungen nötig seien, etwa beim Transport in Drittstaaten und der Einhaltung der Bedingungen in den Sommermonaten sei das Bundeslandwirtschaftsministerium bereits in Gesprächen mit den Ländern, so die Position der Union.

Es ist unverantwortlich, dass jährlich über 280 Millionen Tiere quer durch Europa und weiter transportiert werden.

Schon das Verladen der Tiere ist ein Martyrium. Durch das rüde Verladen stehen sie unter starkem Stress. Sie werden mit Schlägen, Tritten und auch mit elektrischen Treibhilfen, über steile und rutschige Rampen in die LKW's getrieben. Diese armen Geschöpfe standen vorher monatelang in engen Ställen, haben sich kaum bewegen können und müssen nun plötzlich schnell reagieren und laufen.

Bei diesen Transporten, die zumeist mehrere Tage oder gar noch länger dauern, sterben fast 10 % der Tiere. Das sind über 25 Millionen Tiere im Jahr. Sie verhungern, verdursten, ersticken, werden totgetrampelt oder werden zu Tode geprügelt. Erschöpfte, hungrige und durstige Tiere, die nicht mehr aufstehen können, werden mit äußerst brutalen, grausamen und enorm schmerzhaften Methoden zum Aufstehen und Weitergehen gezwungen. Rinder werden an ihren schmalen Fesseln an Seile gehängt, um sie auf Schiffe zu verladen. Dabei kommt es häufig vor, dass ihre Beine brechen, und der gebrochene Knochen die Haut durchstößt. Erschöpfte, verletzte Tiere wird in die Augen gegriffen, ein besonders bestialisches, schmerzhaftes Vorgehen, wenn sie nicht schnell genug aufstehen. Auf die Qualen, die diese Tiere erleiden, wird keinerlei Rücksicht genommen: Sie werden nicht als lebende Wesen, sondern als Ware gesehen...

Dieser deutsche Bulle wird minutenlang um sein Leben ringen. Und dies ist nur das Ende seiner qualvollen Tortur, verursacht durch die Lebendtierexport-Industrie

Seine Reise begann im Süden Deutschlands. Rund 2500 km legte der junge Bulle auf europäischen Straßen zurück, bevor er etwa sieben Tage auf einem Frachtschiff ausharren musste.

All das, um am Ende auf einem tiefrot-gefärbten Boden eines ägyptischen Schlachthauses grausam zu verenden. Mit verzweifeltem Brüllen und seiner ganzen Kraft wehrt sich der Bulle gegen die ihn fesselnden Seile, die ihn mit einer Wucht von der Tragefläche eines Transportwagens reißen. Ihm fällt es schwer zu gehen. Er hinkt: Seine Sehnen wurden bis auf die Knochen durchgetrennt, nur noch die Haut hält seine Beine zusammen.

Der sanfte Riese kann sein Gewicht nicht mehr halten und bricht zusammen.

Trotz der enormen Qual und ihm zugefügten Schmerzen, schlug dieser starke Bulle kein einziges Mal aus.

Er dachte keine Sekunde daran, die Menschen zu verletzen. Er versuchte nur eines zu entkommen. Zu leben. Aber sein Schicksal war ab dem Zeitpunkt besiegelt, als ihn die Industrie für den Export kaufte.

Vom ersten bis zum letzten Atemzug - HÖLLE - Das Ausstechen von Augen und/oder das Durchtrennen der Sehnen von Vorder- und Hinterbeinen, um die Tiere zu bändigen, sind in Ägypten gängige Praktiken.

Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Millionen von Geschöpfen werden in den mittleren Osten/Ägypten transportiert/verschifft. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Geheimsache Tiertransporte
Seit 1991 hat der "37 Grad"-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

Ein Ende mit unsäglichen Schrecken
Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Auch Tierschützer schlagen erneut Alarm: Niemand schert sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am türkischen Grenzübergang. Von einer unsäglichen Quälerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika.

Keine Kontrolle der Transporte außerhalb der EU
Erst kürzlich wurden deshalb eine Million Protestunterschriften an die EU-Kommission in Brüssel übergeben. Der Hintergrund: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss. Doch: Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben. Das bestätigt auch "37 Grad"-Autor Manfred Karremann. Schon kurz hinter den EU-Außengrenzen trifft er auf verdurstete Rinder, ebenso auf Zuchtkühe, die auf den Lastwagen gebären und sterben.

Manfred Karremann wollte wissen: Sind die Bilder vom Tierleid Ausnahmen? Oder wird hier systematisch ein Gesetz nicht eingehalten? In einer mehrmonatigen, investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernhöfen über Bulgarien und die Türkei bis in den Libanon geführt hat, geht er dieser Frage nach. Mit einem erschreckenden Ergebnis. "37 Grad" zeigt seine Bilanz.

Gesetze sollen Tiere bis ans Ziel schützen. Doch das funktioniert allenfalls bei teuren Zuchttieren. Was die sogenannten "Schlacht"-Tiere betrifft, darf man letztlich auch die Grundfrage nicht vergessen: Ist es überhaupt notwendig und ethisch vertretbar, Tiere aus Europa und bis aus Südamerika zu transportieren, nur um sie am Ziel zu schlachten? Oft auf eine Art, deren Grausamkeit jede Vorstellung sprengt?

Es ehrt das ZDF als öffentlich-rechtliche Anstalt, dass man dort solchen Bildern, die das Gegenteil von Unterhaltung sind, Raum bietet. Denn natürlich ist man sich dabei bewusst, dass viele Menschen sich einen solchen Film nicht am späten Abend zumuten möchten. Die meisten Menschen sehen sich eine solche Sendung zu einer anderen Zeit, die ihnen dafür geeignet scheint, im Internet an.

Das sagen die Zuschauerquoten, und das beweist auch das Internet: Die letzte Sendung "Unser täglich Tier" hat im Internet alle Rekorde gebrochen. Das zeigt ein erfreulich großes Interesse am Schicksal unserer Mitgeschöpfe. Quotenhits sind kritische Filme über Tierschutz in Zeiten des Internet nicht - aber genau hier erfüllt das öffentlich-rechtliche Fernsehen seine Aufgabe, einen Sendeplatz als Initialzündung auch für Diskussionen in Facebook & Co. zu bieten.

Ich bedanke mich bei allen Menschen, die sich mit dem oft unerfreulichen Thema Tierschutz auseinandersetzen. Nur dadurch, dass wir die Tiere eben nicht alleine lassen, wird am Ende alles besser.

Quelle: ZDF

Das Weinen der Kälber

Krankes System - 28.03.2018

Tiertransporte ins Ausland: Das Weinen der Kälber

Tierschützer zeigen die brutale Reise, die Tausende Kälber bis zu ihrer Schlachtung im Libanon, in Gaza etc. mitmachen. Tiere – auch aus Österreich.

Allein 54.023 (!) Kälber wurden im Vorjahr aus Österreich in andere EU-Länder transportiert. Auch weil die Mast dort billiger ist – oder Futter, etwa mit Palmöl versetzt, bei uns gar nicht erlaubt wäre. Wie viel Zigtausende davon danach in den Libanon verschickt werden, in die Türkei oder weitere Drittländer, dazu gibt es nur Schätzungen. „Das Problem ist, dass im Ausland oft Tierschutzverständnis fehlt“, formuliert es Adolf Marksteiner von der Landwirtschaftskammer vorsichtig. „Und Menschen dort oft die Einstellung haben, dass das Tier nicht als Lebewesen zählt."

Was das in der Praxis heißt, mit welcher unglaublichen Brutalität, Verachtung der Lebewesen und jeglichem Verlust von Mitgefühl vorgegangen wird, das haben der Verein gegen Tierfabriken und die Organisation Animals International bei ihrer Dokumentation erlebt. Selbst sie, die schon alle Abgründe erlebt haben, waren zutiefst erschüttert. Und glauben Sie uns: Wir haben hier nur die „harmlosesten“ Fotos dazu genommen - viele könnten wir Ihnen nicht zumuten.

Übereinandergestapelt, ein Bein hängt heraus, geschlagen – was tun wir Tieren an?

Krankes System

Selbst aus dem Ländle, in dem es im Gegensatz zu Restösterreich keine industrielle Viehzucht gibt, werden Tiere in Massen ins Ausland verkauft. Tobias Giesinger, Leiter der VGT-Kampagne und selbst Vorarlberger, war federführend an den Recherchen beteiligt. Im Gespräch mit den Landwirten stellte sich heraus, dass die meisten gar nicht wissen, was mit ihren Tieren nach dem Verkauf passiert. „Oft gilt: aus den Augen, aus dem Sinn“, so der 33-jährige Tierschutzaktivist. Aber wie kann es überhaupt zu derartigen Schweinereien in der Rinderzucht kommen?

„Wir brauchen weder Kälber- noch Schlachtrinderexporte in irgendwelche Drittländer. Und wir wollen diese auch nicht.“ Adolf Marksteiner, Leiter Marktpolitik LKÖ

Fühlenden Menschen fehlen die Worte. Aufgehängt, abgestochen. Barbarisch.

Wie immer geht es in erster Linie ums Geld, Profit steht über dem Wohl der Tiere – es ist das System, das krankt. Mast und Schlachtung sind im Ausland in der Regel viel billiger als in Österreich. Zudem sind die Stierkälber der für die Milchwirtschaft gezüchteten Rassen nichts wert: Ein Bauer bekommt für ein solches Tier gerade mal 80 Euro! Um die Tiere loszuwerden, verschachert man sie, so gut es geht.

„Würde aber von reinen Hochleistungskühen zu Kreuzungen mit Fleischrassen umgestellt, brächten die Tiere bis zu 300 Euro ein“, erklärt der Vorarlberger Veterinär Erik Schmid. Und das gilt nicht nur für das kleine Ländle, sondern für die gesamte Alpenrepublik. Schmid fügt aber hinzu: „Dafür scheint die Landwirtschaft noch lange nicht so weit zu sein.“

Zu viele werden im Doppeldecker in den Laster gepfercht.

„Wir fordern einen Exportstopp für Kälber. Es kann nicht sein, dass die Landwirtschaft ihre Verantwortung an der Grenze abgibt.“ Tobias Giesinger, Kampagnenleiter VGT Vorarlberg

Derweil fordert der Verein gegen Tierfabriken einen vollständigen Exportstopp von Zuchtrindern und Milchkälbern. „Es darf nicht sein, dass die Landwirtschaft die Verantwortung an der Bundesgrenze abgibt. Als Gesellschaft dürfen wir dieses Tierleid nicht weiter zulassen“, betont VGT-Aktivist Tobias Giesinger.

Eine Schande für die Menschheit

Dass Tiere für uns sterben müssen, ist Normalität in der Gesellschaft. Aber: Dass sie auf dem Weg in den Tod tausendfach misshandelt werden, ist schlichtweg barbarisch. Missstände gibt es auch bei uns, dafür reicht ein Blick in diverse Schlachthöfe, auf die Anbindehaltung bei Kühen, auf die Kastenstandhaltung bei Schweinen. Dennoch hat Österreich einen sehr hohen Tierschutzstandard. Der darf aber nicht an der Grenze aufhören! Wir sind hochtechnologisiert, können Lkw mit besten Kühlsystemen für Fleisch ausstatten – da müssen nicht Millionen Tiere quer durch die Welt gekarrt werden. Wenn es ums Rauchverbot im Lokal geht, ist der Aufschrei in der Politik hoch – doch wer stoppt endlich diese Abscheulichkeit?

Quelle: Harald Küng und Christa Blümel, Kronen Zeitung

"Wie seit Jahrzehnten werden auch 2017 noch immer verletzte Rinder mit einem Kran aus dem Schiffsbauch gezogen und an einem Vorderbein aufgehängt auf Lastwagen verladen. Das Bein bricht unter dem hohen Gewicht. Obwohl der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass für Tiere aus der EU der Tierschutz bis zum Zielort sichergestellt sein muss, sind solche Quälereien nach wie vor Alltag. Offenbar kontrolliert niemand mehr den Tierschutz außerhalb der EU-Grenze."
Quelle: ZDF/Manfred Karremann
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html

Tiertransporte - Die grauenvolle Wahrheit über Lebendtiertransporte

Frontal 21 berichtete über tierquälerische Tiertransporte

Frontal 21 berichtete über tierquälerische Tiertransporte

"Stefan Bernhard Eck MEP 21. November 2018

Frontal 21 berichtete über tierquälerische Tiertransporte

Wer hat die Tiere verraten? Die Christ- und Sozialdemokraten!

Am Dienstag, dem 20.11.2018, berichtete Frontal21 mit einer Reportage von Manfred Karremann über qualvolle Tiertransporte, die quer durch Europa bis Nordafrika und in den Nahen Osten gehen.

Man sah schreckliche Bilder von leidenden und verdurstenden, halbtoten Tieren, Aufnahmen, die Verzweiflung und Wut aufkommen lassen.

Man sah Filmaufnahmen von Rindern, die derart traktiert wurden, dass man diese Bilder nicht mehr vergessen kann.

Obwohl, wie in dem Bericht zu sehen war, die EU-Gesetze nicht eingehalten werden, sieht die Bundesregierung und auch die Europäische Union bisher keinen Handlungsbedarf.

Die slowenische und kroatische Polizei versuchte dringend notwendige Recherchen, die dem zuständigen EU-Kommissar vorgelegt werden sollen, zu verhindern. Sie machten sich damit zum Handlanger eines brutalen und tierausbeuterischen Systems. Die Einblicke in dieses Ausbeutungssystem waren unerwünscht. Das ist die brutale Fratze unseres „zivilisierten“ Europas….

Seit Jahrzehnten sind diese Missstände bekannt und die EU wollte den Tierschutz auf Transporten verbessern.

Nun behauptet die Kommission, dass die Richtlinien zu 98% eingehalten würden. Was ist das für eine schäbige EU?

Anfang November stimmte der Bundestag über Anträge ab, die für einen Exportstopp sorgen sollten, solange bis der Tierschutz sichergestellt sei. Die Große Koalition stimmte, obwohl man sich noch einige Zeit zuvor medienwirksam für mehr Tierschutz ausgesprochen hatte, dagegen.

Von den Christdemokraten war bekanntermaßen nichts anderes zu erwarten, dass sich aber die Sozialdemokraten auf die Seite der Tierausbeuter-Lobby und Fleischmafia geschlagen haben, ist unfassbar.

Das ist ein Verrat an den Tieren und auch an den Tierschützer*innen, die den zuvor abgegebenen Versprechungen der SPD Glauben geschenkt haben. Eine Beendigung der Tierquälerei bei Tiertransporten von Deutschland in Drittstaaten wurde damit vorerst aus Eis gelegt.

Das politische Establishment sieht auch weiter geflissentlich über eklatante Rechtsbrüche und über systematische Tierquälereien hinweg. Der Wille von rund 80% der Wähler*innen, die sich einen konsequenteren Tierschutz wünschen, interessiert die Regierungsparteien einfach nicht!

Es ist also notwendig, dass der Kampf für die Tiere noch konsequenter geführt wird und die verbrecherischen Tierquäler*innen in Brüssel und Berlin ihre Quittungen erhalten.

Steht endlich auf und kämpft, denn...“wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“ (Bertolt Brecht)"

Informationsveranstaltung über Lebendtiertransporte in Schweinfurt am 29.09.2018

Nicht länger stehle ich von der Natur

Ihr seid erkrankt in Eurem Verständnis und Eurer Religion. Kommt zu mir, dass Ihr etwas Wahrhaftiges vernehmt. Esst nicht den Fisch, der das Wasser ausgespien, und hungert nicht nach dem Fleisch geschlachteter Tiere als Nahrung, nicht nach der weißen Milch von Müttern, die die pure Flüssigkeit ihren Jungen und nicht noblen Damen gedachten.

Verärgert nicht die harmlosen Vögel indem Ihr ihnen die Eier stehlt; denn Ungerechtigkeit ist das Schlimmste aller Vergehen. Nehmt nicht den Honig, den die Bienen mit Mühe von den Blumen und den duftenden Pflanzen sammeln; sie trugen ihn nicht zusammen damit er für andere sei, auch haben sie ihn nicht als Gabe und Geschenk gesammelt. Ich habe meine Hände von all diesem reingewaschen; und wünschte, dass ich meinen Weg erkannt hätte, bevor mein Haar nun ergraut ist!
Al-Ma"arri arabischer Philosoph (973 - 1057 n. Chr.)

Die Beweise, dass Tiere Schmerzen empfinden sind vielfältig:

  • Tiere besitzen ein Nervensystem und ein Gehirn

  • Tiere schrecken zurück vor Gefahren, die bereits mit Schmerz verbunden waren: Elektrozaun,

  • Hand (wenn sie oft geschlagen wurden), Feuer

  • Tiere, die zum Beispiel ihre Pfote verletzt haben, benutzen diese vorsichtiger oder gar nicht Nach der Verabreichung von Schmerzmitteln zeigen Tiere weniger Reaktionen auf schädliche Reize

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Tiere sogar mehr leiden als Menschen. Und zwar aus folgenden Gründen: Schmerz ist grundsätzlich ein Warn-signal. Wenn ein erwachsener Mensch einen Stromschlag von einem Elektro-zaun bekommt, wird er wahrscheinlich zukünftig einen großen Bogen um diese Art von Zäunen machen. Er fühlt den Schmerz und erinnert sich noch lange an diese Erfahrung, auch wenn der Schreck wahrscheinlich größer war, als der Schmerz selbst.

Tiere haben Wissenschaftlern zufolge möglicherweise nicht dieses Erinner-ungsvermögen und können auch nicht so rational denken. Ein weiterer Grund, warum der Schmerz und das Leiden noch größer sein könnten, ist dass das Tier nicht weiß, das der Schmerz vorübergeht. Ein Mensch weiß, dass er zum Arzt gehen kann, dass es Schmerz-mittel gibt und das eine Verletzung irgendwann verheilen wird. Das Tier hat möglicherweise nicht diesen Wissens-stand und leidet daher mehr, da ein Ende des Leidens nicht abzusehen ist. Es gibt auch keinen Grund, zu glauben dass Kühe, Schweine oder Hühner weniger leiden als Hunde oder Katzen.

Und noch was:

Wenn Tiere keine Schmerzen empfinden, warum ist es dann in Deutschland gesetzlich ver-boten, Tieren Schmerzen zuzu-fügen?

Das Tierschutzgesetz schützt (zumindest theoretisch) strafrechtlich alle Wirbeltiere wie Fische, Lurche, Kriechtiere, Vögel und Säugetiere.

Auch bei Tintenfischen und Hummern haben wissenschaftliche Unter-suchungen ergeben, dass diese Tiere ein sehr hoch entwickeltes Nervensystem besitzen, das Schmerzempfinden möglich macht.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühner in der brutalen Massen-tierhaltung schlecht schmeckendes Futter mit Schmerzmittel leckerem Futter ohne Schmerzmittel vorziehen. Das beweist, dass diese Tiere Schmerzen empfinden können - mehr noch: dass Sie unter Schmerzen leiden

Schafe auf den Weg in den Tod! Nach dem unbarmherzigen Transport, war-tet auf sie ein grausamer Tod.

Tote Schafe

Tote Schafe

Die Schafe werden im Meer "entsorgt".

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