Schafe

Die in Australien am häufigsten gezüchtete Rasse sind die Merinos, die darauf gezüchtet wurden, faltige Haut zu bekommen, damit die Wollausbeute pro Tier noch größer ist. Diese unnatürliche Übermenge an Wolle führt dazu, dass viele Schafe in den heißen Monaten unter der Hitze kollabieren und an Hitzschlag sterben. Außerdem sammeln sich in den Falten Feuchtigkeit und Urin. Von der Feuchtigkeit angezogen, legen Fliegen ihre Eier in den Hautfalten ab, und die ausgeschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leibe auffressen.

In dem Versuch, diesen "Fliegenbefall zu verhindern, nehmen die australischen Rancher einen barbarischen Eingriff an den Tieren vor das "mulesing ; dazu werden die lebenden Schafe unter Gewaltanwendung auf den Rücken geworfen und ihre Beine zwischen Metallstäben fixiert. Dann schneidet man ihnen ohne jedes Schmerzmittel Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können.

Schafe werden neben der Wollgewinnung auch zur Fleisch-gewinnung gehalten.
Hierzulande leben Schafe zum Teil noch auf der Weide. Man sieht sie hin und wieder noch Schäfer mit ihren Herden. Aber auch diese Bilder sieht man immer seltener und auch hier trügt die Idylle, denn auf der Weide findet sich nur wenig Schutz vor Wind und Wetter.

Viele Halter denken auch zu wenig daran, dass die Schafe nicht nur Gras fressen, sondern auch frisches Wasser zum Trinken brauchen. Jedes Jahr werden Schafe geschoren, wobei es je nach Akkordarbeit auch nicht gerade zimperlich zugeht, sodass es oftmals zu Verletzungen und Wunden kommt.

Aber auch bei der Schafhaltung, wie könnte es anders sein, gibt es Massentierhaltung, bei der es den Schafen auch nicht besser ergeht, wie anderen Tieren in Massentierhaltung. Diese Massentierhaltung gibt es insbesondere in den Nationen, bei denen Schafzucht weit verbreitet ist, z.B. Australien.

Wenn den Muttertieren die Lämmer nicht sofort weggenommen werden, um sie als Milchlämmer" zu verkaufen, dann dürfen sie noch ca. 6 Monate bei den Muttertieren bleiben. Im Regelfall werden allen Lämmern die Schwänze kupiert. Bei den kleinen Böcken wird eine betäubungslose Kastration durchgeführt, oder ihnen werden die Hoden vom Blutkreislauf abgeklemmt.

Die meisten Menschen haben keine Ahnung, dass Schafe, die für die Wollgewinnung gehalten werden, häufig ohne Narkose verstümmelt und kastriert werden und man sich später ihrer entledigt, indem man sie über Tausende von Kilometern auf mehrstöckigen Offendeck-Schiffen bei extremer Witterung transportiert, um sie schließlich bei vollem Bewusstsein zu schlachten.

Mit der derzeitigen Ausbeutung von mehr als 100 Millionen Schafen produziert Australien 30 Prozent des weltweiten Wollaufkommens. Bestände umfassen dabei Tausende von Schafen, was es faktisch unmöglich macht, einem Tier individuelle Aufmerksamkeit zu schenken oder ihm im Notfall medizinische Hilfe zu leisten.

Mulesing

Mulesing qualvolle Schur der Merinoschafe in Australien

In Australien gibt es hauptsächlich Merinoschafe ihre Wolle gilt als besonders hochwertig. Diese Schafe wurden so gezüchtet, dass sie faltige Haut haben. Durch die daraus entstehende größere Hautfläche haben die Tiere viel mehr Wolle am Körper als es für sie normal wäre.

Das Übermaß an Wolle führt dazu, dass viele Merinos während der heißen Monate an Überhitzung sterben. In den Hautfalten sammeln sich Urin und Feuchtigkeit, was wiederum Fliegen anzieht, die ihre Eier dort ablegen. Die geschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leib auffressen jährlich sterben etwa 3 Millionen Tiere auf diese qualvolle Weise.

Um den Fliegenbefall zu verhindern, nehmen die Farmer einen barbarischen Eingriff an den Schafen vor: Das sogenannte Mulesing. Dabei werden den Lämmern bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung riesige Fleischstreifen hinten von den Beinen und im Bereich des Schwanzes weggeschnitten. Die offenen, blutigen Wunden werden aber oft vor dem Abheilen wieder von Fliegen befallen. Mulesing ist eine tierquälerische Methode und daher aus ethischen Gründen abzulehnen.

Ein weiteres Problem ist, dass die australischen Scherer gewöhnlich nach Menge und nicht nach Stunden bezahlt werden. Dadurch werden sie dazu angetrieben, so schnell und so viele Schafe wie möglich zu scheren. In der Eile entstehende Schnittwunden werden ohne Betäubung mit Nadel und Faden grob zugenäht.

Mulesing

Man schneidet den Schafen ohne jedes Schmerzmittel Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können.

Wissenschaftler sagen, dass auch Schafe Gefühle haben
Der gesunde Menschenverstand sagt uns bereits, dass Schafe - so wie alle Tiere komplexe Gefühle haben und imstande sind, bewusst zu denken. Nun haben die Ergebnisse einer neuen Studie, die am Babraham Institute in Großbritannien durchgeführt wurde, diese Fakten noch einmal bestätigt.

Die Studie arbeitete mit Gesichtserkennungsübungen, um zu beweisen, dass Schafe sich mindestens 50 verschiedene Schafgesichter merken können und sogar die Gesichter von ihnen vertrauten Menschen, und das bis zwei Jahre lang. Die Studie belegt außerdem, dass Schafe Gefühle empfinden und auf ihre Umgebung in vielerlei Hinsicht genauso reagieren wie Menschen.

Für Millionen Menschen weltweit, die bereits zu dem Schluss gekommen sind, dass Schafe, wie alle Tiere, über komplexes Denken und Gefühle verfügen, kommt das kaum überraschend, doch ist die Studie trotzdem ermutigend, denn sie kann dazu beitragen, Menschen zu überzeugen, doch lieber auf einen neuen Wollpulli zu verzichten und stattdessen einen aus tierfreundlichen Materialien zu wählen, in dem kein Tierleid steckt.

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Süße, clevere, faszinierende Schafe

Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass Schafe wie alle Tiere komplexe Gefühle haben und eines bewussten Denkens fähig sind. Nun haben Studien, die am Babraham Institute in Großbritannien und Hampshire College in Amherst, Massachusetts, durchgeführt wurden, konkrete Beweise dafür geliefert.

Diese Studien belegen, dass Schafe in der Lage sind, sich die Gesichter anderer Schafe und sogar von Menschen über Jahre zu merken; außerdem wurde nachgewiesen, dass SchafeLaute von sich geben, um anzuzeigen, wenn sie unter Stress stehen, etwa so wie Menschen. Hier einige erstaunliche Fakten über unsere wolligen Freunde:

Dr. Keith Kendrick und seine Kollegen am Babraham Institute in Großbritannien berichten, dass Schafe optisch 50 Schafgesichter wiedererkennen können, und zwar auch dann, wenn sie sie zwei Jahre lang nicht gesehen haben. Und sie können auch die Gesichter von Menschen wiedererkennen.

Kendrick sagt, dass Schafe einen schlechten Ruf in Sachen Intelligenz haben, da sie in großen Gruppen leben und leicht Angst bekommen. Aber wie Dr. Kendrick betont: "neigen alle Tiere, einschließlich der Menschen dazu, kein besonders intelligentes Verhalten an den Tag zu legen, wenn sie Angst haben.

Das Forscherteam (Kendrick et al.) schrieb in Nature: "Schafe erkennen auch einzelne Schafe und Menschen anhand ihres Gesichtes und fühlen sich ihnen verbunden, denn sie besitzen ein ähnliches, spezialisiertes Nervensystem im Temporal- und Frontallappen, was ihnen bei dieser wichtigen sozialen Aufgabe hilft, einschließlich einer größeren Beteiligung der rechten Gehirnhälfte.

Wie das Forscherteam mit eigenen Worten in Nature schrieb: "halten die spezialisierten und beteiligten Nervenkreisläufe** neural circuits** eine selektive Codierung einzelner Schaf-. und Menschengesichter aufrecht, auch noch nach langen Zeiträumen der Trennung.

MSNBC berichtet, dass "wie beim Menschen, Schafe Stress mitteilen, indem sie das Timbre ihrer Stimmen verändern. MSNBC berichtet, dass die Ergebnisse von Mark Feinstein vom Hampshire College in Amherst, Massachusetts, einem Professor für kognitive Wissenschaft und Experten für Bioakustik, "nahelegen, dass Schafe Stress ausdrücken durch eine Veränderung des Timbres ihrer Laute oder der Gesamtqualität der Laute, also weniger durch eine Veränderung von Tonhöhe oder Lautstärke.

Und Feinstein meint: "Es gibt da eine kleine und unterschwellige, aber defi-nitive und vorhersagbare Veränderung in ihren Rufen, wenn sie gestresst sind.

Feinstein weiter: "[E]s ist daher nur vernünftig anzunehmen, dass sie Unterschiede des Stresslevels akustisch wahrnehmen können, denn sie können sich ja bereits durch die Laute, die sie von sich geben, gegenseitig erkennen.


Schafe sind intelligent
Dr. Keith Kendrick und seinen Kollegen vom Babraham Institute in Großbritannien gelang es, mithilfe von Gesichtserkennungsübungen zu bewei-sen, dass ein Schaf in der Lage ist, sich über 50 Gesichter seiner Artgenossen und sogar die Gesichter ihm vertrauter Menschen zu merken auch noch 2 Jahre nach dem Versuchsbeginn! Die Studie belegt außerdem, dass Schafe Gefühle haben und auf ihre Umgebung in vielerlei Hinsicht genauso reagieren wie Menschen.

Schafe sind gesellig und verspielt
Schafe verfügen über ein komplexes Sozialleben und verkümmern, wenn sie isoliert gehalten werden. In der Natur verbringen sie ihr gesamtes Leben in ihrer Herde, bestehend aus 10 bis 30 Tieren. Sie sind einerseits scheu, andererseits aber auch verspielt und neugierig. Genau wie Hunde wedeln Schafe mit dem Schwanz, wenn sie sich freuen.

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