Schweinemast

Ein totes Schwein
Dieses tote Schwein musste für uns Verbraucher immens leiden und ist an den Qualen gestorben! Wann hören diese grausamen Verbrechen auf?!? Wann sind wir bereit, unser Konsumverhalten endlich zu ändern!?! Wir können es uns nicht mehr leisten, Tiere in Massen zu konsumieren - unsere Umwelt leidet, Menschen verhungern, Ressourcen werden verschwendet, Tiere leiden millionenfach!

Schweinemast in Deutschland
Fast 60 Millionen Schweine werden jedes Jahr in Deutschland gezüchtet, gemästet und geschlachtet. Gleichzeitig bleibt das Leben und Sterben der Schweine für die Konsumenten unsichtbar.

Schweine leben eingepfercht in dunklen Hallen. Meist in Gruppen mit 6 - 8 Schweinen in einer Bucht, viele hundert Schweine in einer Halle, in der es nur Betonspaltenböden gibt, in denen sich die Schweine die Klauen quetschen können. Gemäß der mittlerweile außer Kraft gesetzten Schweinehaltungs-verordnung von 1996 steht jedem Schwein eine Fläche von gerade einmal 0,65 qm; (bei 110KG) zu. Neuere Entwürfe sehen eine Erhöhung des Platzangebotes auf 0,75 qm; vor. Weniger als ein Quadratmeter Lebensraum für ein von Natur aus aktives und bewegungs-freudiges Tier... Ferner muss in einem Stall mit wenig oder keinem natürlichen Lichteinfall die Beleuchtung des Stalls mit künstlichem Licht von mindestens 8 Stunden Dauer bei 50 Lux erfolgen. Dabei sollen die Beleuchtungseinheiten dem Tagesrhythmus der Schweine angeglichen werden.

Der Ammoniakgehalt in der Luft übersteigt in den meisten Anlagen erträgliche Werte. Auch die veraltete Schweinehaltungsverordnung, die immer noch gern als Richtlinie für die Schweinehaltung herangenommen wird, schreibt einen Maximalwert für Ammoniak in der Stallluft von 20ppm vor. Auch dieser von Menschen vorgegebene Wert ist für die Tiere eine absolute Qual.

Die Schweine leben in den Reizgasen aus ihren eigenen Exkrementen, denn durch die Betonspaltenböden werden die Ausscheidungen der Schweine in die direkt darunter liegenden Güllebecken gedrückt.

Die Belüftung ist in den meisten Hallen unzureichend. Die sensiblen Tiere, deren Geruchssinn vergleichbar mit dem von Hunden ist, sind trotz Belüftung dem Gestank und giftigen Gasen aus der Gülle ausgesetzt. Die permanente Reizung der Augenschleimhäute kann schnell zu einer chronischen Augenentzündung bei den Schweinen führen.

Noch schlimmer für die Tiere ist der konstante Husten auf Grund der Reizgase und zahlreicher Krankheitserreger, die zu einer qualvollen Lungenentzündung führen können. Pilzsporen in der Hallenluft sowie Würmer in den Fäkalrückständen am Boden stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko für die Tiere dar. Schweine sind von Natur aus sehr reinliche Tiere, die Aktivitätsbereich, Futter-, Ruhe-, Fressplatz und vor allem den Kotplatz von den übrigen Bereichen ganz strikt trennen. Diese Trennung ist ihnen in ihrem 0,65 qm großen und vollkommen unstrukturierten Lebensraum in der Vollspaltenbucht nicht möglich. Ohne trockene, saubere Liegefläche, schutzlos dem Dreck und Gestank der eigenen Ausscheidungen ausgeliefert, können die Tiere ihre natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen nicht ausleben. Parasiten und Fliegenplagen im Inneren der Masthallen stellen keine Seltenheit dar und sind nicht nur in Hinsicht auf das Hygienebedürfnis von Schweinen unzumutbar sondern auch gesundheitlich bedenklich.

Um die Schweine lebend bis an das Mastende in dieser ungesunden und nicht artgerechten Umgebung halten zu können, werden ihnen Medikamente verabreicht. In den meisten Mastanlagen ist die prophylaktische Gabe von Medikamenten Alltag geworden. Der Arzneimittelschrank fehlt heute in keiner Mastanlage mehr. Das Sortiment reicht von Kannibal-Spray gegen das Schwanzkauen von Artgenossen, bis hin zu Schmerzmitteln, Antibiotika und Cortison. Die Kosten einer tierärztlichen Behandlung übersteigen leicht den "Marktwert" eines einzelnen Schweins, und so trägt entweder die durch den Mäster angewandte Behandlung zur Genesung bei - oder aber das Schwein geht elendig zugrunde, ohne dass es einem Tierarzt vorgeführt wird, denn die Entsorgung ist allemal günstiger als die Behandlungsrechnung der Tierarztpraxis. Circa 5 - 10 Prozent der Schweine sterben vor Ende der Mast.

Die Gruppenhaltung bietet keine Rückzugsmöglichkeit für schwache, kranke oder verletzte Tiere. Sie sind gnadenlos dem Gruppenzwang ausgeliefert. Kranke Tiere werden oftmals nicht vom Mäster aus der Gruppe herausgenommen - obwohl dies vorgeschrieben ist - und so kommt es, dass ranghöhere Tiere aggressiv auf die schwachen oder verletzten Tiere einwirken. Kannibalismus ist in der monotonen Welt der Mastschweine keine Seltenheit. Eine Folge der engen Aufstallung und der Reizarmut.

Um diesen Symptomen entgegen zu wirken, werden den Ferkeln in den ersten Lebenstagen die Ringelschwänze abgeschnitten, damit die Schwanzenden empfindlicher werden. Die Schweine sollen dadurch die Übergriffe von Artgenossen schneller bemerken und Schlimmeres verhindern. Trotz dieser Maßnahme kommt es weiterhin zum Schwanzbeißen. So entstehende Infektionen können zu Abszessen in der Wirbelsäule führen bis hin zur Querschnittslähmung. Auch Darmvorfälle, die beispielsweise durch das permanente Lecken der Analregion bei Artgenossen hervorgerufen werden, können für die Schweine den Tod bedeuten.

Auf dem harten Spaltenboden, nahezu zur Bewegungslosigkeit verdammt, leiden die Schweine unter schmerzhaften Knochen- und Gelenkerkrankungen. Die angezüchtete enorme Gewichtszunahme innerhalb kürzester Zeit, durch Kraftfutter noch gefördert, und das nicht proportional dazu heranwachsende Skelettsystem machen die Tiere anfällig für Krankheiten des Bewegungsapparates. Durch Druckstellen und Wunden können Infektionserreger eindringen, die zu schweren, eitrigen Gelenkentzündungen führen.

In der freien Natur würden sich die Schweine ca. 6 bis 7 Stunden mit der Nahrungssuche und dem Erkunden des Umfeldes beschäftigen.

Und so sind das monotone Leerkauen und das regungslose Sitzen (sog. Trauern) Anzeichen für Unterbeschäftigung, Langeweile und Depressionen.

Dieses Bild zeigt sich in vielen Betrieben der intensiven Schweinhaltung. Die einzige Abwechslung für die Tiere ist die Fütterung. Die kommerzielle Fütterung bietet den Schweinen überwiegend Nassfutter. Hierbei wird dem Futter Wasser zugeführt, damit die für die Schweine erforderlichen Wassermengen bereits im Futter enthalten sind. Schlecht oder gar nicht funktionierende Nippeltränken runden das Bild in der Schweinemast ab. Ein Schwein, dass Nassfutter statt Wasser zu sich nimmt, nimmt schneller an Gewicht zu und kann so auch eher geschlachtet werden.

Die besonders sensiblen Schweine sind extrem stressanfällig. Die Sterberate innerhalb der Schweinemast beträgt bis zu 10 Prozent. Bereits beim Absetzen der Ferkel und bei der Gruppen-zusammenstellung für die anschließende Mast oder Zucht sterben einige der Ferkel. Die Sterberate bei Ferkeln beträgt bis zu 13 Prozent. Nicht zuletzt die Stresssituationen, denen sie ausgesetzt sind, können für sie tödlich sein.

Schweine verfügen nur über eine unzureichende Thermo-regulierung, da ihr gesamter Körper von einer Fettschicht umgeben ist. Eine häufige Todesursache ist der Hitzeschlag, da die Schweine keine Abkühlung durch Schlammbaden erreichen können. Einige Betriebe installieren Sprenkelanlagen, um die Schweine in den Sommermonaten vor dem Hitzeschlag zu bewahren. Ob dies allerdings für die Schweine gut ist, die bereits an Infektionen der Atemwege, Lungenentzündung oder gar offenen Wunden leiden, ist fraglich.

"Schweine sind eindeutig von hoher Intelligenz, und sie sind ebenso eindeutig in den Tierfabriken zu einem elendigen Leben verdammt. Der Vergleich mit einem Hund, der sein Leben lang im Kleiderschrank eingesperrt wird, trifft einigermaßen, auch wenn er noch viel zu harmlos ist." Was würden wir sagen, wenn unseren Hunden und Katzen das angetan würde, was den Stalltieren angetan wird?

Zitat: Macht gründet sich auf Erniedrigung

Irland

Ferkel wird unbetäubt kastriert!

AB 2019 müssen die Ferkel vor der Kastration betäubt werden. Das gefällt den Schweinmästern über-haupt nicht, weil die Betäubung angeblich zu teuer ist.

Alle Schweine sind ausgesprochen neugierige, lernfähige und intelligente Tiere, die sogar über ein gewisses Ich-Bewusstsein verfügen – auch Mast-schweine. Ihr natürlicher Lebensraum sind Wälder mit Büschen und sumpfigen Plätzen, wo sich die Tiere in festen Revieren bewegen. Sie leben in Gruppen mit einer klaren Sozialstruktur, die aus mehreren weiblichen Tieren und ihrem Nachwuchs (insgesamt bis zu 30) bestehen und vom ältesten und erfahrensten Weibchen angeführt werden.

Die meiste Zeit des Tages verbringen Schweine mit der gemeinsamen Nahrungssuche, z. B. indem sie groß-flächig den Boden mit dem Rüssel nach Pilzen, Knollen, Wurzeln, Larven und Käfern durchwühlen. In der kon-ventionellen Haltung können Mast-schweine diesen Drang nach Erkundung kaum ausleben.

Leben in der Massentierhaltung

In Deutschland werden rund 27,2 Mio. Schweine zum Zweck der Fleisch-produktion gehalten: etwa 11,9 Mio. Mastschweine, knapp 13,4 Mio. Jungschweine und Ferkel und rund 1,9 Mio. Zuchtschweine. Für die Mast werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere genutzt.

Zucht

Für einen maximalen Gewinn bei der Fleischproduktion, werden Mastschwei-ne auf ein extrem beschleunigtes Wachs-tum und eine hohe Fleischfülle hin gezüchtet. Ihre Körperproportionen werden dabei den Verbraucherwünschen angepasst (z. B. Verringerung des Rückenspeckanteils bzw. Erhöhung des Magerfleischanteils und Vergrößerung des Schinkenanteils).

Dieser Überzüchtung können die jungen Tierkörper nicht Stand halten. Die über-mäßige Belastung führt zu Gesundheitsstörungen und teilweise schwerwiegenden Erkrankungen, die mitunter zum frühzeitigen Tod der Tiere führen

Schweine in der Intensivhaltung

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