Wachteln

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Ein offenbar bevorstehendes Engagement des Kontrollvereins KAT zeigt, wie groß der Handlungsbedarf gegenüber den gut abgeschirmten Produktionsbetrieben ist. Da es aber bisher keine Kennzeichnungspflicht gibt, ist der Verbraucher vor allem auf sich selbst gestellt und sollte Wachteleier nur aus Biohöfen oder ihm bekannten Betrieben kaufen, um das Elend der kleinen Vögel nicht ungewollt zu unterstützen.

Seit einiger Zeit beobachten wir die deutliche Zunahme der Vermarktung und des Verzehrs von Wachteleiern. Mittlerweile wird die "Delikatesse" nicht nur in Feinkostläden, sondern auch im Supermarkt zum Kauf angeboten. Beworben werden die Eier als cholesterinarm und gut verträglich. Kaum einem Verbraucher dürfte aber bekannt sein, dass Wachteln ebenso wie Hühner in Legebatterien gehalten werden eine Tatsache, die Erzeuger und Händler verständlicherweise nicht gerne öffentlich machen. Dabei kam ihnen bislang zugute, dass es keinerlei Bilder aus deutschen Wachtelbatterien gab. Jetzt liegt erstmalig Bildmaterial vor, das die nicht artgerechten Haltungsbedingungen in Wachtelbatterien aufzeigt.

In den Betrieben werden die Tiere in kleinen, kahlen Gitterkäfigen gehalten, ohne die Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen auch nur annähernd auszuleben. Es gibt keine Nester, keine Rückzugsmöglichkeit, keinen Naturboden, kein Beschäftigungsmaterial.

Aus Tierschutzsicht verstoßen die Haltungsbedingungen in den Wachtelbetrieben gegen das Deutsche Tierschutzgesetz. Dagegen rechtlich vorzugehen ist jedoch schwierig, denn in Deutschland gibt es bislang keine Haltungsvorgaben für Wachteln. In anderen Ländern, wie in der Schweiz, existiert bereits seit Jahren eine gesetzliche Verordnung, die Haltungsbedingungen, wie sie in Deutschland anzutreffen sind, verbietet. Quelle: https://esser1.wordpress.com/2013/05/17/massentierhaltung-wachteln-wachteleier/

DAS NEUE GEHEIMNIS DES KÄFIGZEITALTERS

Im Winter 2015/16 besuchte Compassion in World Farming Investigators mehrere Wachtelfarmen in 4 europäischen Ländern - Italien, Frankreich, Portugal und Griechenland. Drei dieser Länder (Italien, Frankreich und Portugal) gehören zu den vier größten Erzeugerländern der EU.

Diese bahnbrechende Untersuchung - das erste internationale Exposé in dieser Spezies - enthüllt eine Industrie, die ein Luxusprodukt fördert. Aber unsere Ergebnisse zeigen, dass es ein grausamer Luxus ist.

Es gibt keine artenspezifische europäische Gesetzgebung zum Schutz von Wachteln. Das Ergebnis ist immenses Leid. Ist es nicht Zeit, das Käfigzeitalter für Wachtel zu beenden?

Werden Sie nur einen kurzen Moment brauchen, um unseren Ermittlungsfilm zu sehen? Sie können den Inhalt stören finden. Wenn ja, klicken Sie bitte hier, um die Europäische Kommission aufzufordern, diese Grausamkeit zu beenden.

Eine eingesperrte Existenz:

In der EU werden jedes Jahr über 140 Millionen Wachteln gezüchtet. Die überwiegende Mehrheit von ihnen sind für Fleisch, und diese Wachteln werden ihr kurzes Leben auf überfüllten Fabrikfloorböden verbringen oder auf Käfige beschränkt sein. Im Alter von nur fünf Wochen werden sie zur Schlachtung geschickt.

Über 90% der Wachteleier sind in Käfigen gefangen. Ihr Leben ist auch erbärmlich kurz, nur fünf Monate.

Unsere Ermittler dokumentierten entsetzliches Leid in der Industrie, mit Wachteln, die in winzigen Käfigen aus nacktem Draht gefangen waren, die unter Federverlust und Verletzungen wie Bumblefoot litten, unfähig, viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen auszudrücken und ohne Bereicherung.

Augenzeugenbericht:

Italien:

Italien ist ein echter Marktführer im Wachtelsektor. Es hat das Fabrik-Farming-Modell der niedrigen Wohlfahrt für hohe Profite angenommen. Der unfruchtbare Batteriekäfig ist hier das Einstiegssystem für die Industrie und fest in der Aufzuchttechnik verankert.

Eine Sache, die ich nicht vergessen werde, ist die Stimme der Wachtel. Als ich mich den Fabrikgebäuden näherte, hörte ich von innen den Ruf der Wachtel. Sie haben eine schöne Stimme ... die Art von Stimme, die man sich in wilden Wäldern in weit entfernten Ländern vorstellen kann - doch hier waren sie in Schuppen eingesperrt, in winzige Räume gestopft, die sich nicht so verhalten, dass sie selbst ihre grundlegendsten Bedürfnisse befriedigen.

Frankreich:

Jeder Schuppen voll Wachteln war dicht gepackt. Sie hatten wenig Bewegungsspielraum. Eine Farm allein hatte die Kapazität, jedes Jahr 800.000 Fleischwachteln in acht Schuppen zu züchten, jede so voll wie die andere.

Griechenland:

Als ich in den dunklen, feuchten Raum trat, in dem die Wachteleier lagen, wurde ich von einer starken Gegenüberstellung überrascht. Die kleinen Stimmen der Wachtel waren leise und schön. Die Käfige hingegen waren harte, grobe, hässliche Apparate. Winzige schwarze Augen beobachteten mich durch die dreckigen Gitterstäbe.

Portugal:

Quail ist das ganze Jahr über ein Produkt, das sowohl als Luxus als auch als Gourmet gilt. Aber seine Wurzeln liegen in der Massentierhaltung. Die Eier produzierenden Vögel leben in den gleichen schmutzigen Bedingungen, die in der Branche zur Norm geworden sind.

Dies ist Massentierhaltung in Miniatur, und es beinhaltet das Leben von Millionen.

BITTE HELFEN SIE, DAS KÄFIGALTER FÜR EUROPAS WACHTELN ZU BEENDEN

Während der Tierschutzgedanke in der Legehennenhaltung endlich Einzug gehalten hat und es die traditionelle Legebatterie in ihrer herkömmlichen Form nun hierzulande kaum noch gibt, stammen nahezu 90 Prozent der angebotenen Wachteleier aus Massen-tierhaltung und damit in aller Regel aus dem Käfig.

Ca. 500 000 Wachteleier werden jedes Jahr in Deutschland verspeist, Tendenz steigend, denn die Eier gelten nicht nur als Delikatesse unter Feinschmeckern, ihnen werden auch gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt: Wachteleier enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als Hühnereier, prozentual weniger Cholesterin und sowohl unter Heilpraktikern als auch in der traditionellen chinesischen Medizin werden sie gegen Allergien und Arthrose sowie zur Stärkung der Abwehrkräfte geschätzt. Wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen sind diese "Heilkräfte" jedoch nicht.

Da die Haltung von Wachteln nicht von verbindlichen Vorschriften geregelt wird, ist oft der Profit der Züchter das Hauptkriterium.

In Gruppen von bis zu 25 Tieren werden Wachteln meist in flachen Drahtgitterkäfigen mit einer Größe von etwa 80 x 40 cm gehalten jedem Tier bleibt so etwa der Platz einer Postkarte.

Ein Sandbad zum Reinigen von Milben und Schmutz ist nicht vorhanden, eine besondere Tränke und ein abgeschirmter Ruheplatz meist ebenso wenig; da Wachteln ihre Eier nicht ausschließlich in Nester legen, wird auf diesen "Luxus" gerne verzichtet.

Hobbyzüchter empfehlen für die Wachtelhaltung Volieren mit einer Mindestgröße von 1 x 2 m und einer Mindesthöhe von 50 cm, darüber hinaus ein Sandbad sowie geschützte Ruhe- und Nistplätze, außerdem wird vor allem dringend eine weiche Einstreu empfohlen, damit die scheuen Tiere sich verstecken können und nicht im eigenen Kot stehen müssen. Ein Minimum an Möglichkeiten zum Ausleben artgemäßen Verhaltens wird damit erreicht in der Massentierhaltung wird es

Wie so oft unterdrückt: Picken und Sandbaden ist nicht möglich, in der Regel erfolgt die Haltung in dunklen Hallen ohne Sonne und natürliche Luftzufuhr, die Tiere zeigen Verhaltensstörungen und Aggressionen bis hin zum Kannibalismus.

Kontinuierliche Tierschutzarbeit und erfolgreiche Verbraucher-aufklärung konnten dazu führen, dass die klassische Legebatterie in Deutschland der Vergangenheit angehört, zur Wachtelhaltung gibt es jedoch noch nicht einmal Haltungsverordnungen. Besonders unverständlich ist die ungeklärte rechtliche Situation vor dem Hintergrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes 1999 zur Situation von Legehennen: Allen Legehennen, auch denen in Käfighaltung, wird seitdem ein Befriedigen von Grundbe-dürfnissen wie Picken, Scharren und Zugang zu einem Sandbad zugestanden. Auf die Wachtelhaltung indes wurde diese Feststellung nicht ausgedehnt, obwohl die Wachtel der kleinste europäische Hühnervogel und damit eine der nächsten Verwandten der "Legehühner" ist.

In der Schweiz sowie in Österreich ist die reine Käfighaltung von Wachteln, wie sie in Deutschland praktiziert wird, längst verboten, dortige Tierschützer warnen daher dringend vor dem Kauf von nicht gekennzeichneten Produkten auch aus dem deutschen Ausland.

Sie als Verbraucher sind gefragt!
Vielen Verbrauchern und offenbar auch Vertreibern sind die Produktionsbedingungen für Wachteleier unbekannt, wie jüngst ein Fall aus Berlin zeigte: Nachdem Tierschützer den Verantwortlichen erstmals entsprechendes Videomaterial aus Wachtellegebatterien zeigen konnten, wurde der Verkauf von Wachteleiern in mehreren großen Supermärkten sowie in einem der bekanntesten Feinkostläden der Stadt sofort gestoppt.

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Wachtel in Freiheit

Der kleinste, nur starengrosse Hühnervogel lebt zum einen gut verborgen in krautigen Wiesen und Getreidefeldern, zugleich zieht er auf strapaziösen Wanderungen hunderte, ja tausende Kilometer, um wirtliche Gegenden zu finden.

Wachteln sind durchwegs gesellige Tiere, die keine Reviergrenzen kennen. Die Lebensgemeinschaften wechseln je nach Situation. In kleinen Gruppen ziehen sie im Herbst in den Süden. Im Brutgebiet werben Männchen lautstark um eine Henne bekannt als Wachtelschlag ("pick per-wick ).

Hat sich ein Paar gefunden, zieht es sich zurück. Nachdem die Henne 8 bis 12 Eier gelegt hat, weist sie das Männchen zurück: Nestbau, Brut und Aufzucht der Kleinen ist Sache der Henne. Für das Nest scharrt sie eine flache Mulde, kleidet sie mit dürren Pflanzenteilen aus und bebrütet die Eier.

Nach drei Wochen schlüpfen die Kleinen, bereits nach 11 Tagen flattern sie herum und mit 21 Tagen sind sie flugfähig. Hähne suchen während dieser Zeit ein anderes Weibchen oder ziehen frühzeitig wieder gegen Norden. Weibchen ohne Gelege folgen ihnen; die andern Wachtelhennen kommen später mit dem Nachwuchs nach. Im Sommerquartier wird ein zweites Mal gebrütet.

Entsprechend ihrer Vorliebe für Grünland und Ackerbaugebiete ernährt sich die Wachtel vor allem von Pflanzen und Sämereien, von Insekten und deren Larven. Die Wachtel wurde vor dem Einsatz von Pestiziden als Nützling geschätzt und geschützt aber auch millionenfach gejagt, in Netzen auf ihrem Weg in den Süden gefangen oder auf den Feldern und Wiesen erschossen bis zum jüngsten Tag. Das "Federwild Wachtel ist in der Schweiz seit 1986 geschützt.

Stimme

Die Wachtel verfügt über eine Reihe von pfeifenden, trillernden und gurrenden Rufen, die in freier Natur jedoch nur selten vom Menschen wahrgenommen werden. Sehr viel bekannter ist der als Wachtelschlag bezeichnete Gesang der Wachtel. Es handelt sich dabei um ein dreisilbiges Motiv, das volkstümlich mit pick-werwick umschrieben wird, wobei die erste und dritte Silbe betont werden. Gewöhnlich ruft das Wachtelmännchen vier bis sieben Schläge hintereinander. Das Weibchen antwortet auf die Rufe des Männchens mit einem weichen gru-gru. Der Ruf des Wachtelmännchens ist bis zu einer Entfernung von etwa einem halben Kilometer vernehmbar.

Fortpflanzung

Wachteln sind polygam. Jedes Männchen verpaart sich mit jedem beliebigen Weibchen, das das Männchen aufsucht und lockt. Wirbt ein Weibchen gleichzeitig um mehrere Männchen, kann es unter den Männchen auch zu Kämpfen kommen.

Das Nest ist eine flache, ausgescharrte Mulde am Boden. Es wird vom Weibchen dürftig mit Grashalmen und anderen Pflanzenteilen der Umgebung gepolstert. Die Brutzeit variiert lokal und im gesamten Verbreitungsgebiet sehr stark. Für Mitteleuropa ist eine Brutzeit von Mitte beziehungsweise Ende Mai bis Juli typisch. Wachteln ziehen gewöhnlich nur eine Brut pro Jahr groß. Gelegentlich kommt es jedoch auch zu einer zweiten Brut.

Ein Gelege umfasst gewöhnlich zwischen sieben und zwölf Eier. Die Eier sind oval bis birnenförmig mit einer glatten und glänzenden Schale. Der Untergrund ist weißlich bis gelb. Die Eier weisen eine sehr unterschiedliche Sprenkelung auf. Typisch sind aber dichte Schokoladen-, rot oder hellbraune Sprenkel. Es brütet nur das Weibchen, die das Brutgeschäft nach Vollendung des Geleges aufnimmt. Die Jungen schlüpfen weitgehend synchron nach 16 bis 19 Tagen. Es vergehen jedoch vom Sprengen der ersten Eischale bis zum Schlüpfen des letzten Kükens etwa zwei Tage. Die Küken sind Nestflüchter. Sie schlüpfen innerhalb kurzer Zeit und verlassen nach wenigen Stunden das Nest. Sie werden nur vom Weibchen geführt. Bereits mit 11 Tagen können die Jungvögel flattern und mit dem Erreichen des 19. Lebenstages sind sie bereits voll flugfähig.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Wachtel

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